Teilwerk: vom großen 3D-Modell zur Montage

Softwareentwicklung von Prinjekt · Aufteilen, beschriften und den Zusammenbau vorbereiten

In einzelne Druckteile aufgeteiltes Hexenhutdach, auf mehreren Druckplatten angeordnet

Aus unserer Fertigungspraxis

Wenn das Modell größer ist als der Bauraum.

Ein großes Modell lässt sich oft nur in mehreren Teilen drucken. Damit beginnt eine ganze Reihe weiterer Aufgaben: sinnvolle Schnitte finden, die Einzelteile eindeutig beschriften, ihre Drucklage vorbereiten und später alles wieder richtig zusammensetzen.

Für diesen zusammenhängenden Ablauf fanden wir bei Prinjekt kein passendes Programm. Deshalb haben wir Teilwerk entwickelt: eine Software, die die Vorbereitung der Druckteile mit der späteren Montage verbindet. Das Hexenhutdach zeigt, wie aus einer komplexen Form ein geordnetes Projekt mit nachvollziehbarer Anleitung wird.

Viele Einzelteile brauchen einen gemeinsamen Plan.

Die reine Aufteilung löst nur einen Teil der Aufgabe. Nach dem Druck müssen ähnliche Segmente unterscheidbar bleiben. Es muss klar sein, welches Teil an welches gehört und in welcher Richtung es montiert wird. Bei einem geschwungenen Dach mit vielen Einzelteilen lässt sich das nicht zuverlässig allein aus der äußeren Form ablesen.

Unser Ziel war deshalb ein durchgängiger Ablauf: Das Modell wird für den vorhandenen Bauraum vorbereitet, die Teile erhalten eine nachvollziehbare Zuordnung und die Informationen fließen in eine Montageanleitung ein. Druckvorbereitung und Zusammenbau werden im selben Projekt mitgedacht.

Vom Modell zum Druckpaket.

Aufteilen & prüfen

Eine Aufteilung vorschlagen lassen oder eigene Schnitte prüfen. Teilzahl, Details und Bauraum in der Vorschau beurteilen und das Ergebnis bewusst übernehmen.

Nummern & Drucklage

Die Einzelteile eindeutig nummerieren und ihre Drucklage vorbereiten. Auflage, Schwerpunkt und Überhänge lassen sich dabei Teil für Teil betrachten.

Export & Montage

Verbindungsstifte vorbereiten und die Druckteile zusammen mit Montageanleitung und Prüfbericht exportieren. Die Teilnummern führen später durch den Zusammenbau.

Print Fins direkt am Teil erstellen.

Eine Besonderheit von Teilwerk ist die Möglichkeit, Print Fins direkt während der Druckvorbereitung anzulegen. Diese Finnen werden gezielt am jeweiligen Teil erstellt: Werkzeug aktivieren, Start und Ende am Bauteil anklicken und die Vorschau prüfen.

Damit bleibt dieser Arbeitsschritt im selben Ablauf wie die Ausrichtung und die Prüfung der Drucklage. Welche Werkzeuge verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Teil ab. Die gewählte Lage wird anschließend übernommen und für die weitere Vorbereitung gespeichert.

Für den tatsächlichen Druck gehen die Dateien weiterhin in den Slicer. Dort werden Material, Druckplatten, gegebenenfalls benötigte Unterstützung und die Schichtvorschau geprüft.

Das Hexenhutdach: Zusammenbau in 41 Schritten.

Die hier gezeigte Montageanleitung stammt aus dem Hexenhutdach-Projekt. Sie führt auf 41 Seiten durch den Aufbau. Bereits montierte Bereiche erscheinen hellgrau, das jeweils neue Teil ist farbig hervorgehoben. Teilnummern, Detailansichten und Pfeile zeigen, was zusammengehört und in welcher Richtung es aufgesetzt wird.

Zum Beispiel beschreibt Schritt 2, wie Teil 5 an Teil 4 angesetzt wird. Im letzten Schritt ergänzt Teil 28 die Spitze an Teil 39. So bleibt auch bei vielen ähnlich geformten Segmenten die Zuordnung nachvollziehbar.

Die Datei zeigt einen konkreten Beispielstand der automatisch erzeugten Dokumentation. Enthaltene Prüfhinweise gehören zu diesem Stand; die Anleitung ist keine Druckfreigabe.

  • Ein Montageschritt im Detail

    Farbiges neues Teil, Nummern und Montagerichtung: Schritt 2 erklärt die Verbindung von Teil 5 mit Teil 4.

    Seite 2 in der PDF öffnen 
  • Das Dach bis zur Spitze aufbauen

    Die Gesamtansicht hält den Baufortschritt sichtbar. Schritt 41 ergänzt das letzte gezeigte Segment.

    Seite 41 in der PDF öffnen 

Softwareentwicklung aus einer konkreten Aufgabe.

Teilwerk entstand aus einer Anforderung unserer eigenen Arbeit mit großen 3D-Druckteilen. Wir haben die einzelnen Schritte zu einer Oberfläche verbunden: vom importierten Modell über die Vorbereitung der Teile bis zu den Unterlagen für die Montage.

Das Beispiel zeigt unseren Ansatz in der Softwareentwicklung: Wiederkehrende Aufgaben aus Konstruktion und Fertigung verstehen und daraus ein Werkzeug entwickeln, das den gesamten Ablauf unterstützt. Das Ergebnis sind nicht nur Druckdateien, sondern auch Informationen, mit denen der nächste Arbeitsschritt nachvollziehbar wird.

Teilwerk ist kostenlos im Browser nutzbar. Öffnen Sie die Webversion und laden Sie ein eigenes Modell oder starten Sie mit dem integrierten Beispiel.

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